Gesundheitspolitischer Brief 15. Oktober 2018

  • Stefanie Berg
  • 15 Okt 2018
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Gesundheitspolitischer Brief 15. Oktober 2018

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GESUNDHEITSPOLITISCHER BRIEF

 

GPB 41. KW 2018; Montag, den 15. Oktober 2018

Warum die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein sicher nicht ganz billiges Gutachten des Beratungsunternehmens Oberender AG braucht, um auf das seit Jahren wirklich Nächstliegende zu kommen, lassen wir jetzt mal dahingestellt. Aber immerhin: Auch wenn die Erkenntnis lange gebraucht hat und der KBV-Vorstand sich den Mut dafür quasi extern einkaufen musste, ist es doch erfreulich, dass sich auch in der KBV die Erkenntnis durchsetzt, dass es vielleicht eine gute Idee sein könnte, sich maroden kleinen Krankenhäusern auch als ambulanter Betreiber helfend anzunehmen und deren Versorgungspotenziale in die ambulante Versorgung zu überführen.

„Intersektorale Gesundheitszentren“ (IGZ) soll das dann heißen, und die einzige Frage, die ich mir dabei stelle lautet: Warum nicht gleich so? Zitieren darf ich dazu vielleicht ein Editorial des GesundheitsPolitischen Briefs von 2014, in dem schon damals festgestellt wurde: Das Beispiel Isny zeigt, wie vollkommen unsinnig seit buchstäblich Jahrzehnten die Diskussion um Krankenhausschließungen läuft. Dort kämpft eine 19-Betten-Haus mit Klauen und Zähnen (und Gerichten natürlich) gegen sein drohendes Ende, obwohl es keine Frage sein dürfte, dass eine entsprechende Immobilie gerade in Zeiten des demographischen Wandels natürlich einer goldenen Zukunft im Gesundheitswesen entgegensehen dürfte – nur eben nicht als rein stationäre und ordentlich im Landesbedarfsplan aufgelistete GKV-Einrichtung. Wenn man aber einen findigen, vielleicht geriatrisch vorgebildeten Facharzt mit ein wenig Investitionsmitteln ausstatten würde, dann hätte der doch ruckizucki aus diesem krepelnden Krankenhäuschen mit seinen 19 Betten eine blühendes geriatrisches Gesundheitszentrum aufgebaut, in dem es neben einer Tagespflege und einem kleinen OP-Zentrum natürlich auch ein gut funktionierendes MVZ gäbe, in dem der ambulante Tagesbedarf abgebaut werden könnten. Nur: Neu denken muss man die Sache – und ein bisschen Geld anfassen. Und zwar nicht in erster Linie, um die Immobilie in Isny zu retten, sondern um unser Gesundheitssystem in der Fläche fit zu machen für die Herausforderungen der Zukunft.“

PDF-DOWNLOAD:  GPBoS_41. KW_2018 (164 KB)

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