Gesundheitspolitischer Brief 13. Februar 2018

  • Stefanie Berg
  • 13 Feb 2018
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Gesundheitspolitischer Brief 13. Februar 2018

Wir zeichnen uns durch ein breites Spektrum unterschiedlichster Branchen aus.

GESUNDHEITSPOLITISCHER BRIEF

 

GPB 6. KW 2018; Dienstag, den 13. Februar 2018

Manchmal ist es vielleicht sogar ein Segen, sich nur mit Gesundheitspolitik beschäftigen zu müssen. Das erspart einem das zweifelhafte Vergnügen, das gegenwärtige Berliner Kasperletheater kommentieren zu müssen. Wie schrieb ich letzte Woche: „Dass das alles so reibungslos über die Bühne geht, ist ja durchaus noch nicht ausgemacht...“ Wie wahr. Aber so hätte ich´s mir selbst in meinen kühnsten (Alp-)Träumen nicht vorstellen können. Nun gut, backen wir weiter kleine Brötchen und kümmern wir uns nochmal in einer zweiten Runde um den Koalitionsvertrag (und die Reaktionen darauf). Auch wenn ja noch immer keineswegs klar ist, ob weitere gesundheitspolitische Überlegungen in dieser Sache Anfang März auch nur einen Pfifferling wert sind. Aber jetzt ist das Ding  nun mal geschrieben, viele Verbände, Institutionen und Unternehmen haben was dazu gesagt, also gucken auch wir uns die Sache nochmal genauer an.

Auffällig ist erstmal, dass die Passagen zu Gesundheit und Pflege in der Bewertung der grundsätzlich eher mäkeligen Gesundheits-Community gar nicht mal so schlecht abschneiden. Klar, man möchte die Zusammenarbeit mit der neuen Führung nicht gleich mit „in die Fresse“ einläuten, aber noch mehr habe ich das Gefühl, dass die Gesundheits-Szene einhellig ziemlich erleichtert ist, dass die SPD sich von ihren Ideen zu einer „Bürgerversicherung“ (die selbst bei gesetzlichen Krankenkassen nicht sehr beliebt sind) nahezu komplett verabschieden musste. Ob das die aufgeheizte Basis beim Mitgliederentscheid so sehr freut, sei mal dahingestellt, innerhalb des Gesundheitssystems trifft diese Klatsche aber fast nur auf Freunde: bei Ärzten und PKV sowieso und bei den Kassen schließlich auch, weil sie gemerkt haben, dass die SPD-Ideen zur Angleichung von GÖÄ und EBM teuer geworden wäre. Überlegungen dazu wurden jetzt in eine Kommission abgeschoben, die 2019 Ergebnisse zeitigen soll. Meine Prognose: Selbst wenn in dieser Legislaturperiode irgendwann mal regiert werden sollte, brauchen wir uns über die Annäherung von EBM und GOÄ keine Gedanken mehr zu machen.

 

PDF-DOWNLOAD:  GPBoS_6. KW_2018 (164 KB)

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