Gesundheitspolitischer Brief 11. März 2019

  • Stefanie Berg
  • 11 Mrz 2019
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Gesundheitspolitischer Brief 11. März 2019

Wir zeichnen uns durch ein breites Spektrum unterschiedlichster Branchen aus.

GESUNDHEITSPOLITISCHER BRIEF

 

GPB 10. KW 2019; Montag, den 11. März 2019

Dass angesichts der aktuellen und zukünftigen Geschlechterverteilung in der berufstätigen Ärzteschaft mit Martina Wanker eine Frau sich anschickt, Präsidentin der Bundesärztekammer zu werden, ist schön – und fällig. Andererseits wär´s vielleicht mal an der Zeit, einen Vertreter der niedergelassenen Ärzte zum Präsidenten des Ärzteparlaments zu wählen. Dann stünde mit Klaus Reinhard der richtige Kandidat bereit (dem übrigens mit Ellen Lundershausen durchaus eine würdige weibliche Mit-Präsidentin zur Seite stünde). Das Spektrum der Kandidaten, die sich in diesem Jahr in Münster zur Wahl stellen, ist also durchaus repräsentativ – und man sollte nicht vergessen, dass mit Günther Jonitz sich auch ein männlicher Kandidat aus dem Klinik-Lager zur Verfügung stellt (dem ich aber – gerade deswegen – geringere Chancen einräume).

Entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Arztberufs in Deutschland wird aber sein, ob vom BÄK-Präsidium endlich wieder Impulse ausgehen, die die Ärzteschaft als wichtigen Akteur in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion und als Leitprofession im Gesundheitswesen etabliert. Hier hat der Vorgänger Frank Ulrich Montgomerys, Jörg-Dietrich Hoppe, Akzente gesetzt, die – zugegeben – schwer zu toppen waren. Dennoch ist es auch Hoppe nicht gelungen, die Ärzteschaft (wieder) in einer Weise in der Gesellschaft und im „System“ zu etablieren, wie es ihr im Gründe gebührt.

Als Kernthema steht hier die Mega-Aufgabe im Raum, die Vergütungslogik ärztlicher Leistungen wieder der Versorgungslogik anzupassen. Dass betrifft nicht nur die stationäre Versorgung, in der – salopp gesprochen – der „Verkauf von Knieendoprothesen“ angereizt wird, das entspricht vor allem auch dem wachsenden Bedarf der Versorgung von Chronikern, denn noch immer finden Kooperation, Koordination und Kommunikation kaum in die ärztlichen Vergütungskataloge Einzug. Vor allem die Bildung von Teams, die – auch substituierende – Kooperation mit anderen Gesundheitsberufen und die Überwindung der Sektorengrenzen sind unerlässlich, wenn die Versorgung einer fraglos älter und morbider werdenden Gesellschaft weiterhin gewährleistet werden soll.

PDF-DOWNLOAD:  GPBoS_10. KW_2019 (164 KB)

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