Gesundheitspolitischer Brief 23. Mai 2016

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Gesundheitspolitischer Brief 23. Mai 2016

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GESUNDHEITSPOLITISCHER BRIEF

Wöchentlicher Nachrichtenüberblick zur deutschen Gesundheitspolitik

GPB 20.KW 2016; Montag, 23. Mai 2016

So geht das nun schon seit Jahren: Erst ist großes Säbelrasseln, dann wird den Ärzten gezeigt, wo der Hammer hängt, und dann ist Ruhe im Karton, nach dem Motto „das hatten wir sowieso immer schon so vor“. Inzwischen finde ich dieses Verfahren, das sich auch vor diesem Ärztetag und der vorgeschalteten KBV-Vertreterversammlung zeigt, extrem langweilig.

Was ich dagegen extrem spannend fände: Wenn die Ärzteschaft mal mit Blick auf die Versorgungsrealitäten proaktiv Vorschläge machen würde, wie mit den aktuellen und den sich abzeichnenden Versorgungsherausforderungen künftig umzugehen sei: Multimorbidität, chronische Erkrankungen, demographischer Wandel (sowohl bei Patienten, aber auch beiden Ärzten selbst), flächendeckende Versorgung, Wartzeiten… Es ist ja nicht so, dass sichda nicht einiges aufzählen ließe. Da würde man doch von der Kernprofession des Gesundheitswesens erwarten dürfen, dass sie hier einen Masterplan vorzulegen in der Lage ist. Und zwar wünsche ich mir einen solchen Masterplan weder nur als Vorstoß Einzelner, die dann innerhalb der ärztlichen Selbstverwaltung nicht mehrheitsfähig sind (die beiden abgewählten KV-Vorsitzenden Axel Munte und Leonard Hansen beispielsweise), noch wünsche ich sie mir als „Gallische Dörfer“ von einigen zumeist in Netzen aktiven Widerstandskämpfern. Sondern ich wünsche sie mir als von ganz oben kommunizierte und von einer breiten Basis getragene Forderung der ärztlichen Standesvertretung, die dann auch selbstbewusst der Politik gegenüber vertreten wird. Mehr noch: Mit der dann der Politik gesagt wird, wie medizinische Versorgung in einem älter werdenden Industrieland sinnvoll organisiert zu werden hat. Sollte diese Führungsposition nicht der Anspruch der gesamten Ärzteschaft sein?

PDF-DOWNLOAD:  GPBoS_20.KW_2016 (110 KB)

 

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