Gesundheitspolitischer Brief 18. Mai 2016

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  • 17 Mai 2016
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Gesundheitspolitischer Brief 18. Mai 2016

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GESUNDHEITSPOLITISCHER BRIEF

Wöchentlicher Nachrichtenüberblick zur deutschen Gesundheitspolitik

GPB 19.KW 2016; Montag, 17. Mai 2016

Abgesehen von der Besetzung der politischen Posten ist das Gesundheitswesen weitgehend männlich dominiert: Männer in den KV-Vertreterversmmlungen, Männer in den Verwaltungsräten der Krankenkassen, Männer auf den medizinischen Lehrstühlen und natürlich auch Männer bei den Chefärzten und in den Krankenhausleitungen. Die Realität bei den Gesundheitsberufen sieht allerdings deutlich anders aus: Überwiegend Frauen in der Pflege, überwiegend Frauen bei den nichtärztlichen Heilberufen und inzwischen auch überwiegend Frau bei den Ärzten und bei den Medizinstudierende. Ach so: die meisten Patienten sind übrigens auch Frauen…

In der Versorgungsrealität kommt dieses Missverhältnis zwischen männlicher Systemgestaltung und weiblicher Systemversorgung und -nutzung bislang allerdings kaum an, wie der 4. Bundeskongress Gender-Gesundheit in der letzten Woche zeigte. Zwar wissen wir inzwischen, dass in zahlreichen Versorgungsfeldern weibliche Psyche und Physis sich fundamen-tal von männlicher unterscheiden, aber bis diese Erkenntnisse in die Versorgung träufeln, ist es noch ein langer Weg. Denn auch wenn die Politik die Bedeutung geschlechterspezifischer Versorgungskonzepte inzwischen erkannt hat – deutlichstes Beispiel hierfür der aktuelle grün-schwarze Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg – ist es noch ein sehr langer Weg von dieser politischen Absichtserklärung bis zur tatsächlichen Versorgungsrealität. Ein sol-cher Koalitionsvertrag will nämlich erstmal Gesetz werden, und auch das bringt noch nicht so sehr viel, wenn ein entsprechendes Gesetz sich nicht auch in den Richtlinien des Gemein-samen Bundesausschusses, in den Leitlinien der Fachgesellschaft und in den Vergütungskatalogen der ambulanten und der stationären Versorgung abbilden. Also: It’s a long way to go.

PDF-DOWNLOAD:  GPBoS_19.KW_2016 (153 KB)

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